Perversion eines Großkonzerns

Gesellschaft. Meist möchte man lieber nicht darüber nachdenken wo und unter welchen Bedingungen all diese hübschen und auch erschwinglichen Kleidungsstücke bekannter Modehäuser herkommen. Vielen ist mittlerweile auch bekannt, welche Chemikalien und unwürdige gesundheitsgefährdende Arbeit dahinter steckt. Dennoch ist es leider schwer, diese Läden zu meiden, wenn der Geldbeutel schmal und die Angebote so verlockend sind. Doch die schwedische Kette „Hennes & Mauritz, besser bekannt als „H&M“, sorgte jetzt in New York durch eine missglückte Aktion für erneute Furore. Die ganze Nordhalbkugel bibbert bei Schnee und Kälte und in der Nähe eines „H&M“-Stores in Manhatten werden Säckeweise unverkaufte Wintermode gefunden. Der Skandal ist, dass tadellose und warme Kleidung mutwillig zerschnitten und damit unbrauchbar gemacht wurde. Was an Überproduktion, geringer Nachfrage  bzw. Platzmangel (Immerhin trifft gegenwärtig der erste Schwung der neuen Frühlingskollektion ein.) nicht verkauft werden kann, wird nicht für wohltätige Zwecke gespendet, sondern als wertloser Müll entsorgt. Für die Bedürftigen und über 60000 obdachlosen New Yorker ist dies ein Schlag ins Gesicht. Wären sie doch froh darüber einen wärmenden Mantel, egal ob er modisch ist oder nicht, zu besitzen, um der rauen Kälte ein wenig Widerstand zu leisten. Für jene Mega-Stores zählt eben nur Profit und Masse. Die Kleidungsspenden  könnten ja möglicherweise den Wert der Marke „H&M“ senken. Doch ist es einfach nur Symbolhaft, was ihnen diese Ware wert ist, wenn sie lieber in irgendeinem Abfall-Container landet. Aus Reihen der Fangemeinde besagter Modekette werden über Internet-Netzwerke Boykottaufrufe laut.

Purer Egoismus und soziale Kälte

Von H&M Deutschland gibt es keine Stellungnahme zum Vorfall. Hierzulande würde es eine Spendenpraxis für jene Ware geben, die nicht der H&M Qualität entspricht. Das Rote Kreuz, Caritas und Oxfam sind Bezieher von Spenden, doch lässt sich darüber streiten, was wertlose Kleidung ist oder nicht. Aufgrund der Masse ist von einem tatsächlichen Warenwert nicht wirklich zu sprechen.  Mit Spenden lässt sich kein Geld verdienen und warum sollten die großen Manager in ihren „Armani „ Mänteln die Sachen verschenken? Natürlich ist dieses Ereignis ein bedauerlicher Einzelfall. Da waren jene Mitarbeiter vielleicht beim unbrauchbar Machen gründlicher als beim verschwinden lassen der Winterkleidung. Die Kollegen der Konkurrenz wird diese Dummheit sicherlich sehr  amüsiert haben.

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http://www.wikio.de Von DwD Autor Ulrike Roche
Dieser Artikel wurde am 9. Januar 2010 veröffentlicht und fällt unter die Kategorie Gesellschaft. Du kannst allen Kommentaren über diesen Text mit Hilfe des RSS 2.0 Feed folgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Webseite zu hinterlassen.

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