Schweinegripppe hat ungeahnte Folgen

Gesundheit. Eigentlich hatte niemand mehr damit gerechnet,  dass die „Weltpandemie“  Schweinegrippe noch so einige Überraschungen für uns alle bereithalten würde. Ja, das Virus scheint sogar ganz seltsam zu mutieren. Durch Medienhysterie und einen  absurden Impfwahn, werden vielleicht veraltete und fast ausgerottete Krankheiten wieder ihre Chance auf einen  Spitzenplatz in den Abendnachrichten wittern. Doch was ist passiert? Die Angst vor der Schweinegrippe und deren möglichen Folgen für die Bevölkerung der Welt veranlasste die Regierungen der Industrienationen, eine rekordverdächtige Menge an Impfdosen gegen das „Killervirus“ bei der Pharmaindustrie zu bestellen. Jene war sich natürlich dem möglichen Profitgewinn bewusst und produzierte fleißig den gewünschten Impfstoff. Doch bald zeigte sich, dass die Nachfrage aufgrund von ausbleibenden Massenerkrankungen und -sterben gar nicht so hoch war, wie angenommen. Aber nun blieben die Länder auf ihren Impfstoffen sitzen. Schnell will man die überflüssigen Fläschchen loswerden, ins Ausland verkaufen – es war doch alles unnötig.

Nichts neues: Profit auf Kosten der Gesundheit

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) hat sich am Impfstoff Pandemrix ein goldenes Näschen verdient, doch das Sinnen nach dem schnellen Geld führte zu Produktionsengpässen bei anderen Impfstoffen. Was gerade geschieht, ist für einen gesunden Menschenverstand eigentlich nicht zu fassen. Ein Lieferengpass bei wichtigen Impfstoffen ist entstanden, so die „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Für den „Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)“ ist dies ein Skandal. Die wichtigen Sechsfach- und Vierfachimpfstoffe, welche für Deutschland nur von GSK hergestellt werden, sind nur noch in Restbeständen für die Ärzte verfügbar. Doch gerade Impfungen gegen Keuchhusten und HIB (eine Bakterien-Infektion) sind für Säuglinge lebensrettend. Sie sind durch die aktuellen Umstände einer großen Gefahr ausgesetzt. Die Ärzteverbände kritisieren die unbedachte Auftragsübernahme des Konzerns zur Produktion von Pandemrix, ohne Rücksicht auf die Bereitstellung lebensnotwendiger Impfkombinationen für Kinder. Auch die Politik muss sich scharfer Kritik stellen. Sie habe die Produktion dieser wichtigen Impfstoffkombinationen einem Monopolisten überlassen.

Keine Alternativimpfstoffe

Diphtherie, Wundstarrkrampf, Kinderlähmung, Keuchhusten, HIB-Infektion und Hepatitis B kann durch die Sechsfachimpfung ab der achten Lebenswoche vorgebeugt werden. Es gibt jedoch keine  Einzelimpfstoffe gegen HIB-Infektionen und Keuchhusten, also keinen alternativen Schutz. Für die Vierfachimpfung ab dem elften Lebensmonat (Mumps, Masern, Röteln und Windpocken) und diverse Krankheiten seien jedoch Einzelimpfungen vorhanden.

Es kann nicht hingenommen werden, dass Kinder aufgrund von profitgierigen Konzernen lebensgefährlichen Krankheiten, welchen man heutzutage eigentlich wirksam vorbeugen kann, ausgesetzt werden. Es ist diesmal nicht erstrangig die Unverantwortlichkeit einiger Eltern und die Tatsache, dass es keine Impfpflicht in Deutschland gibt, welche solchen  fast verschwundenen, aber dennoch gefährlichen Krankheiten einen neuen Nährboden gibt.

Das Recht auf bestmögliche Gesundheitsvorsorge

Es ist das wirtschaftliche Denken eines Pharma-Unternehmens, welches Menschen gefährdet. Die Geburtenzahlen sind hierzulande recht stabil und deshalb ist es gut einschätzbar, wie groß der Bedarf an Impfdosen ist. Es bestände so die Möglichkeit Lieferverträge als Sicherung abzuschließen und schließlich könnte man die Impfstoffe über einige Jahre lagern. Die Ärzte wurden Anfang Januar über die Umstände informiert und bereits gegen Ende des vergangenen Monats wurden die Vorräte knapp. Bisher ist noch nicht klar, ab wann die Praxen wieder mit Impfstofflieferungen rechnen können. Einige können schon gar nicht mehr Impfen. „Kinder haben ein Recht auf bestmögliche Gesundheitsversorgung und dazu zählen alle wichtigen Impfungen”, mahnt Wolfram Hartmann vom BVKJ die Politik an. Dessen Sicherstellung sei eine gesundheitspolitische Aufgabe.

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http://www.wikio.de Von DwD Autor Ulrike Roche
Dieser Artikel wurde am 8. Februar 2010 veröffentlicht und fällt unter die Kategorie Gesellschaft. Du kannst allen Kommentaren über diesen Text mit Hilfe des RSS 2.0 Feed folgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Webseite zu hinterlassen.

One Response to “Schweinegripppe hat ungeahnte Folgen”

  1. M.Hill

    Werte Frau Will, diese, wie Sie es nennen “Weltpandemie” sollte nicht unter den Tisch gekehrt werden. Wie können die “freie” Presse” und das RKI einstimmig behaupten dass die Schweinegrippe auf dem Rückzug ist? Es wird seit November nicht nehr darauf getestet! Sie müssen sich also beim nächsten Arztbesuch auf das “Fachwissen” ihres Schulmedizieners verlassen, was fatale Folgen haben kann. Gehen sie mal davon aus dass das Virus wirklich im Labor gezüchtet wurde, und dass es, wenn die Grippesymptome abgeklungen sind, ihre Lunge zestört. Wieso haben wir einen jährlichen Anstieg von Bronchialerkrankungen von 25-30% vor allem bei Kindern und Jugendlichen? Richtig ihr Herren Doktoren, weil sie alle rauchen! Politiker würden es auf den Feinstaub schieben. Warten wir mal bis es wieder wärmer wird. Verschwörungstheorie (Jane Bürgermeister) oder Wissen?

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