Wie Broder die Massen manipuliert

Kommentar. Am Montag las der Publizist Henryk M. Broder in Chemnitz aus seinem neuen Buch “Kritik der reinen Toleranz”. DwD Online war dabei und versucht an dieser Stelle zu dokumentieren, wieso Broder ein gefährlicher Rechtspopulist ist. Um eines gleich vorweg zu nehmen. Da wir die Meinungsfreiheit als eines der höchsten Güter ansehen, respektieren wir es, wenn jemand eine vollkommen andere Meinung vertritt. Das ist legitim, solange eine faire Diskussion möglich ist und ein paar Spielregeln eingehalten werden. Im Fall des umstrittenen Publizisten Henryk M. Broder bekommt die Toleranz jedoch einige erhebliche Risse. Gestern stellte der Autor im Veranstaltungssaal der Stadtbücherei Chemnitz mit einer Lesung sein aktuelles Werk “Kritik der reinen Toleranz” vor. Wer eine tief greifende Analyse der Begrifflichkeit “Toleranz” in wissenschaftlicher oder gar philosophischer Betrachtungsweise erwartet hatte, konnte sich die Zeit sparen. Broders Geschäft besteht nicht in der Aufklärung, sondern im spöttischen Verbreiten von Stereotypen. Er selbst betrachtet dies als neue Aufklärung, man könnte es allerdings auch einfach Populismus auf Stammtischniveau nennen.

Böses “linkes Gutmenschentum”

Man ist überrascht, wie viele Menschen den Worten des Herrn Broders zuhören wollen. Der Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt, viele Gäste müssen während der Veranstaltung stehen. Der Autor selbst scheint diese Aufmerksamkeit um seine Person zu lieben. Eine großartige Gegenwehr aufgrund seiner Thesen hat er an diesem Abend sowieso nicht zu erwarten. Die Veranstaltung dauert keine fünf Minuten und schon ist sich der Beobachter sicher, dass er sich hier in die Höhle des Löwen begeben hat. Broder verspottet das “linke Gutmenschentum”, jene Sorte Menschen also, welche laut seiner Ansicht aus reiner Profilierungssucht zu viel Toleranz üben würden. Die Mehrheit im Saal klatscht und feiert ihren Aufklärer. Der ist  gekommen, um gegen seinen Lieblingsfeind einen Kreuzzug zu führen. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 ist dies der Islam.

Aneinanderreihung von Beispielen

Wenn man den Ausführungen des Herrn Broders folgt, viel mehr als die bloße Aneinanderreihung von medial-ausschlachtbaren Beispielen bekommt man nicht zu hören, so erkennt man schnell, wie einfach die kleine Welt dieses Mannes gestrickt ist. Broders ultimativer Beweis: Die 25 so genannten “Ehrenmorde” durch radikale Muslime im vergangenen Jahr in Deutschland. Jetzt möchte niemand auch nur eine dieser schrecklichen Taten beschönigen, doch Broder versucht mit der Aufzählung einzelner Taten bewusst den Eindruck zu erwecken, derartige Verbrechen durch Muslime seien in Deutschland an der Tagesordnung. Was er nicht erwähnt und dies wird er an diesem Abend konsequent so durchziehen, ist die Nennung einer Quelle für seine Zahl. Hätte er dies nämlich getan, müsste er einräumen, dass es zu diesem Thema keinerlei offizielle Statistik gibt und die Erhebung nur auf gesammelten Medienberichten basiert. Selbst wenn wir Broder zugute halten würden, dass diese schlimme Zahl der Wahrheit entspricht, macht das bewusste Verschweigen des Hintergrundes keinen seriösen Eindruck. Beim Zuhörer bleibt nur die Botschaft hängen: Die Muslime in Deutschland und überall in der Welt müssen echt alle abgrundtief schlimme Menschen sein! Dass 3,5 Millionen Muslime hierzulande meist friedlich leben, hält Broder nicht für erwähnenswert.
Auch mit den Fakten nimmt es der Sprücheklopfer vom Dienst nicht allzu genau. So behauptet der Rechtspopulist, gerade jüngere muslimische Migranten täten sich schwer damit, die deutsche Sprache zu lernen. Dabei verfügen 94 Prozent der türkisch-stämmigen Menschen unter 30 Jahren über einen Schulabschluss. (Daten: Stiftung Zentrum für Türkeistudien) Problematisch wird es dagegen erst bei der Frage nach einer Ausbildung. Hier zeigt sich jedoch, dass die Herkunft nur sehr bedingt eine Rolle spielt. Vergleicht man nämlich die soziale Situation von Migranten mit denen von Deutschen der so genannten “Unterschicht”, ergeben sich gravierende Parallelen. Konkurrieren diese beiden Personengruppen nun noch um die ohnehin geringe Zahl an Ausbildungsplätze für Menschen ohne höheren Bildungsabschluss, ziehen die Migranten oftmals den Kürzeren. Für einen Broder sind derartige Zusammenhänge allerdings viel zu komplex und nicht mediengerecht in ein Buch zu verpacken. Wissenschaft scheint für den Populisten ohnehin nur ein sehr fernes Gebiet zu sein.

Kritik unerwünscht

Auf eine sachliche Diskussion will sich Broder an diesem Abend ohnehin nicht einlassen. Wir haben den Versuch bei einer anschließenden Diskussion unternommen und versucht darauf hinzuweisen, dass in dem Buch auf gefährliche Art und Weise mit Pauschalisierungen um sich geworfen wird und Millionen von Muslime abgeurteilt werden. Doch Broder entpuppt sich als Zappelphilipp ersten Grades, kann es nicht abwarten sich zu verteidigen und unterbricht unseren Versuche eines Statements gleich mehrfach, indem er einfach drauf los redet. Keinerlei Gesprächskultur und ein erneuter Beweis dafür, dass Broders Argumentationslinie recht dürftig sein muss, wenn er derartige Spielchen für nötig hält. Vielen im Saal gefällt diese Vorgehensweise – denn was ein Broder spricht, kann schließlich nur wahr sein.

Argumentation am Rande der Verfassung

Von rechtsstaatlichen Prinzipien scheint diese Person nur sehr wenig Ahnung zu haben. So gibt er ohne Umschweife zu, dass er Folter für ein legitimes Mittel hält, um an Informationen zu kommen. Und um seine Forderung zu untermauern, greift Broder erwartungsgemäß auf den Fall Magnus Gäfgen zurück, welcher wie ein Totschlagargument wirkt. Dem verurteilten Mörder war von der Polizei Folter angedroht worden, wenn er nicht den Ort verraten würde, an welchen er den entführten Jungen Jakob von Metzler versteckt hatte. Wie sehr dieses schlimmes Verbrechen auch ist, es bewegt sich bei allem Respekt in einem Grenzbereich, für welches unser Grundgesetz nicht ohne Grund klare Regeln vorschreibt. Die Lehren aus der Vergangenheit sollten uns Beweis genug sein, dass Folter gegen das oberste Recht auf Menschenwürde verstößt. Zudem erklärt ein Herr Broder nicht, wie nach seiner Ansicht ein entsprechendes Gesetz aussehen müsste. Wann wäre Folter erlaubt? Was passiert, wenn man die falsche Person erniedrigt? Für den 63-Jährigen alles Fragen, welchen ihn nicht sonderlich interessieren. Auf die Frage hin, welche Lösungsansätze er für seine benannten Probleme in Betracht ziehen würde, kontert er mit dem schwachen Argument, dass er sich dafür nicht zuständig fühlen würde. Den bewussten Missbrauch von emotionalen Themen hält er aber ohne weiteres für ein legitimes Mittel. Bei den meisten Zuhörern kann er mit derartig oberflächigen Betrachtungsweisen landen. Dagegen wirkt die Bild-Zeitung fast schon wie die Pflichtlektüre für Intellektuelle.

Man könnte noch viele Anmerkungen zur Person Henryk M. Broders verlieren, doch eigentlich ist es dieser nach Aufmerksamkeit lechzende Hampelmann nicht wert. Dennoch muss man vor diesem Mann warnen, da vielen anscheinend seine plumpen Erklärungsversuche über die Dinge in der Welt ausreichen. Broder hat seine Wahrheit gefunden und man darf nicht müde werden, diese Wahrheit als Lüge zu enttarnen. Womit wir wieder bei den Idealen der Aufklärung wären.

Anmerkung: Übrigens hält Broder unsere Kritik für derartig bewegend, dass er sie doch glatt auf seiner Webseite verlinkt hat. Übrigens zeigt sich auch hier wieder, mit welch perfiden Methoden Broder arbeitet. Denn er schreibt: Nach einer Lesung in Chemnitz meldete sich ein junger Mann zu Wort und fragte, warum ich “die Moslems durch den Dreck ziehen” würde, ich sollte mich lieber mit den bibeltreuen Christen und deren Verbrechen beschäftigen.
Dazu stellen wir fest: Broder hat das wörtliche Ziat genau an der Stelle abgebrochen, an welcher es interessant wurde. Ich habe nämlich nichts über bibeltreue Christen gesagt, sondern von radikalen Christen gesprochen. Für mich macht es nämlich schon einen Unterschied ob jemand einfach nur an die Texte in der Bibel glaubt und sein Leben danach ausrichtet oder ob er sie für seine Zwecke mißbraucht, wie wir u.a. in den USA erleben können. Weiterhin ist auch die Anmerkung Broders, ich hätte von ihm gefordert er solle sich “lieber mit den bibeltreue Christen” beschäftigen, falsch. Hätte er mich nicht ganze drei Mal ohne Vorwarnung in meinen Ausführungen unterbrochen, hätte er auch gehört, das ich gesagt habe, er solle doch auch mal über radikale Christen und ihre Verbrechen schreiben (Wäre nur fair, wenn er wirklich alle radikalen Auswüchse von Religion ablehnen würde) , anstatt auschließlich Muslime durch den Dreck zu ziehen. Doch letzteres ist seit Jahren Broders Geschäft.

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http://www.wikio.de Von DwD Autor Robert Meyer
Dieser Artikel wurde am 2. März 2010 veröffentlicht und fällt unter die Kategorie Gesellschaft. Du kannst allen Kommentaren über diesen Text mit Hilfe des RSS 2.0 Feed folgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Webseite zu hinterlassen.

36 Responses to “Wie Broder die Massen manipuliert”

  1. Peter2509

    Broder, Friedmann, Joffe, Naumann usw. usw. usw. . Gibt es in diesem Land irgendein Medium, das nicht vom auserwähltem Volke gesteuert wird? Ja ja, alles Rechtsradikale – das stimmt doch gar nicht.

  2. bruno

    hallo Herr Meyer
    man kann ja durchaus zustimmen, wenn Sie meinen, dass Herr Broder plumpe Argumente
    verwendet. Nun Hand aufs Herz! Ihr Artikel ist nichts anderes als eine Hasstirade auf Herrn Broder.
    Ich werde den Eindruck nicht los, dass es vor allem Neid über den Erfolg von Herrn Broder ist, der Sie beim Verfassen Ihres Geschreibsels geleitet hat. Sie werden damit auf jeden Fall nicht in die Geschichte bedeutender Journalisten eingehen.

  3. admin

    Hand aufs Herz – Broder ist eigentlich nur eine kleine Lichtgestalt, welche durch ihren Populismus ein paar Bücher verkauft und hin und wieder mal für eine überregionale Zeitung tippen darf. Ich muss nicht auf jemand neidisch sein, der auch nur den Ansatz von wissenschaftlichen Hintergrund vermissen lässt.

  4. bruno michel

    na, ja, wer ist denn eine grosse lichtgestalt? klein ist immerhin schon etwas. auch wenn Sie sagen, dass Sie nicht neidisch sein müssen, Sie sind es offenbar doch, sonst würden Sie sich nicht so verbissen an den in Ihren Augen unqualifizierten Eigenschaften von Herrn Broder aufreiben.

  5. Giordano Bruno

    Das Phänomen Broder erzeugt Unruhe bei der etablierten Deutung der Islam-Problematik. Ihm vorzuwerfen, er sei polemisch, demagogisch oder was sonst immer gegen ihn an Dreck geschleudert wird, lässt heuchlerisch außer Acht, dass die allgegenwärtige Islambeschönigungsmaschinerie über die Unterstützung der Leitmedien und nahezu unerschöpfliche staatliche Mittel verfügt. Jeder, der den ungleichen Kampf aufnimmt, der Dauerfabrizierung von pro-islamischer Propaganda die Fratze der Wahrheit entgegenzuhalten, muss laut sein. Dass Broder zu allem Übel Jude ist, macht in natürlich einmal mehr zum Hassobjekt.

  6. admin

    ich habe eigentlich auf den moment gewartet, dass das “juden argument” kommt. habe bewusst in meiner argumentation darauf verzichtet, weil man mir ja sonst gleich wieder etwas unterstellen könnte, was nicht der fall ist. seine religionszugehörigkeit tut hier für mich nichts zur sache. auf eine derartige argumentation lasse ich mich bewusst nicht ein.

    also von der beschönigung durch die leitmedien kann ich leider nicht viel spüren. wenn über muslime berichtet wird, dann sind das aus meiner sicht meistens negativbeispiele (terror usw), welche für mich nichts mit der religion im eigentlichen sinne zu tun hat.

    @burno michel: würde ich ihrer argumentation folgen, dann wäre ich auch auf einen herrn westerwelle neidisch, an welchem ich mich deutlich mehr abarbeite als an herrn broder.

  7. Frank

    Lieber Autor, Sie haben natürlich recht. Auch durch die radikalen Christen werden Verbrechen begangen. Aber nicht hier in Deutschland. Im Gegenzug könnte man auf die tausendfachen Morde in Somalia, Pakistan, Afghanistan, dem Irak oder anderen muslimischen Ländern eingehen, begangen allesamt durch Muslime, aber darum geht es hier nicht. Es geht um die Verhältnisse in unserem Land. Gehen Sie doch mal in Gegenden, in denen fast ausschließlich Türken und Araber wohnen, ich meine bspw. den Kiez um den Kottbusser Platz in Kreuzberg, die Soldiner Str. im Wedding, den vorderen Abschnitt der Sonnenallee in Neukölln. Da können sie Ihre 94 Prozent Schulabschluss der Märchensammlung aus 1001er Nacht hinzufügen.
    Hören Sie sich doch mal an, was der Neuköllner Bürgermeister Buschkowsky zur Entwicklung in seinem Bezirk zu sagen hat. Aber vermutlich passt das nicht in ihr Weltbild.

  8. admin

    Auch wenn ich manche Äußerungen von Buschkowsky nicht teile, so hat er einige sinnvolle Ideen verwirklicht. Ich nenne hier einmal nur das Projekt „Stadtteilmütter in Neukölln.“ Broder dagegen wirft nur mit Dreck und Vorurteilen um sich, ohne auch nur eine Idee zu äußern wie man Probleme, welche ich ja nicht abstreite, wirksam begegnen kann.

  9. Kantipperkantapper

    Broder ist Publizist, kein Wissenschaftler, Herr Meyer! Was Sie gebetsmühlenartig und wenig stichhaltig mit “Rechtspopulismus” kennzeichnen, ist “Polemik” und die folgt anderen Regeln als eine wissenschaftliche Analyse. Sie sollten diesen Unterschied als (angehender?) Journalist (oder eher Propagandachef?) kennen und in Ihrem “Kommentar” (der übrigens keiner ist) berücksichtigen. “Kritisch, Informativ, Unabhängig” schreiben Sie sich (Adjektive schreibt man ürbrigens klein, wenn sie nicht am Anfang stehen…) selbst auf die Fahne. Wer, frage ich, trägt in Ihrem “Organ” eigentlich die entsprechenden Gedanken? Ich teile nicht ganz die Meinung Broders, aber er ist mir in seiner intelligenten und launischen Art tausendmal lieber als Ihre schon sprachlich fehlerhafte Schreibe, die – nehmen Sie’s sportlich – voller vorhersagbarer “politisch-korrekter” Automatismen steckt, dass man sie sich, frei nach Tucholsky, “selbst schreiben kann”, um sich ein wenig an wiederbelebter altlinker “Langeweile” zu laben.

  10. Peter

    Ach ja, ich war auch zu besagter Lesung. Natürlich hat Broder die Muslime gesagt, natürlich hat er Probleme auf eine Art dargestellt, die drastisch wirkt. Sind deshalb seine Thesen unwahr?

    Auch deinen Auftritt habe ich erlebt. Wer die in Deutschland stattgefundenen Morde an muslimischen Frauen herunterspielt und mit der weltweiten Zahl der Muslime aufrechnen will, der ist ein Zyniker und hat die Lacher an diesem Abend, die deinen Auftritt begleiteten, nicht verdient. Ich zitiere Broder: “Diese jungen Frauen wollten nur so leben, wie sie (Herr Meyer) heute leben. Sie wollten die Freiheiten geniessen, die sie (Herr Meyer) jeden Tag ganz selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen.”

    Man muss sich nicht jede These von Herrn Broder zu eigen machen, aber ich stimme ihm in sofern zu, daß ein klarer Standpunkt in unserer Gesellschaft fehlt und edeshalb allem und jeden eine Toleranz entgegenbracht wird, die gesellschaftlich zerstörerisch wirken kann. Tolerant heißt Grenzwerte setzten und diese einhalten, das ist in der Naturwissenschaft selbstverständlich und soll in der Gesellschaft nicht so sein? Wenn das so ist, dann befinden wir uns aiuf einem gesellschaftlichen Irrweg, der in eine Sackgasse fürhrt – Diktaur. Hatten wir schon zweimal, warum nicht auch ein drittes Mal. ;-((

  11. admin

    um es kurz zu sagen: ja broders thesen (sofern er überhaupt welche eindeutig formuliert hat)
    sind zweifelhaft. hätte broder mich mal ausreden lassen, anstatt mich dauernd zu unterbrechen, hätte man den sinn meiner aussage auch verstanden. natürlich ist jeder ehrenmord ein ehrenmord zu viel, aber broder hat versucht den eindruck zu erwecken, der artige taten wären an der tagesordnung. ein vergleich zur gesamtzahl der muslime sollte verdeutlichen, dass das grausame phänomen eben nicht alltag ist.
    wäre broder an einer echten debatte interessiert, würde er auch beispiele aufgreifen, welche den islam positiv zeigen. (es gibt zum beispiel geistige würdenträger, welche ehrenmorde scharf kritisieren und dies mit dem koran begründen) aber auf derartige argumente lässt sich ein broder nicht ein, weil er dann keine bücher mehr verkaufen würde.

  12. Peter

    um es kurz zu sagen: die Morden an Musliminen in Deutschland mit der weltweiten Zahl der Muslime aufrechnen zu wollen, zeugt, und ich bleibe dabei, von Ignoranz und Verdrängung! Wenn man Morde überhaupt aufrechnen kann – was ist euch ein Menschenleben wert? – dann bitte die Zahl deutscher Muslime zum Vergleich heranziehen. Richtig, das Phänomen ist nicht Alltag. Richtig aber auch, zwei Ehrenmorde pro Monat sind zwei zuviel. Wie überhaupt jeder Mord weltweit zuviel ist.

    Nun zu den Vergleichszahlen: Hier hat Broder recht, sein Vergleich mit der RAF ist passend und richtig. Ein winzigster Bruchteil der Bevölkerung der alten Bundesrepublik hat Terror verbreitet und unserer Gesellschaft nachhaltig bis heute verändert. Die RAF-Mitglieder waren Terroristen, sind wir deshalb alle Terroristen? Ein Teil unserer Gesellschaft hängt rechtem Gedankengut nach. Auch wenn das zuweilen behauptet wird: Deutsch = Nazi – brauche ich mir doch den Schuh nicht anzuziehen, deshalb war ich auch gestern auf dem Theaterplatz in Chemnitz. Und die Masse der Muslime zieht sich diesen Schuh “alle Muslime sind Terroristen” ebenfalls nicht an. ein Vergleich drängt sich auf: dank dem Zeitalter der Aufklärung ist Europa aus dem Mittelalter und seinem Kreuzzugsdenken heraus gekommen. Der Islam war bis ins 13. Jahrhundert fortschrittlicher und toleranter als das christliche Europa, jetzt aber braucht er dringend ein Zeitalter der Aufklärung, um seine Kreuzfahrermentalität zu überwinden und wieder das zu werden was er einmal war – tolerant gegen über Andersgläubigen.

    Fanatische Moslems und ihre Ideologen, einschliesslich bekloppter deutscher und anderer Mitläufer, sind Terroristen, sie töten alle die gerade da sind, einschliesslich ihrer eigenen Glaubensbrüder. Sind das Widerstandskämpfer? Nein, es sind Terroristen mit mittelalterlicher Kreuzfahrermentalität, sie sind verblendet und feige. Sie haben einen Vorteil gegenüber uns – sie zweifeln nicht an sich selbst, kennen keinen Zweifel an ihrer Idee, weil sie glauben, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein. Das haben der Nationalsozialismus, Stalin und die Kreuzritter übrigends auch geglaubt. Und dagegen Intolerant zu sein ist richtig, hier stimme ich Broder zu. Alles ander ist, ich wiederhole mich, ein Weg in eine gesellschaftliche Sackgasse – ist gesellschaftlicher Selbstmord.

    Zum Abschluß ein paar Worte von jemanden, der nicht einfach mit der Bemerkung “rechter Populist” abgetan werden kann:

    “Toleranz ist für uns Deutsche ganz wichtig. Aus der Physik aber weiß man: Wenn bei der Radioaktivität von Toleranzzeiten die Rede ist, sind Grenzwerte gemeint. Wie lange erträgt man die Einwirkung einer gewissen Strahlenmenge ohne gesundheitliche Probleme zu bekommen?”
    Vince Ebert

    In unserer Gesellschaft wirken die Naturgesetze genaus so, sie können nicht außer Kraft gesetzt werden – von niemanden!

  13. admin

    übrigens wollte ich nicht die gesamtzahl der muslime weltweit gegen die morde in deutschland aufrechnen. das lässt sich nicht vergleichen. ich halte auch das wort aufrechnen für unangepasst. aber ein herr broder hielt es ja nicht für nötig, mich richtig ausreden zu lassen.
    ich bleibe aber dabei: allein schon der fakt, dass er pauschal das wort muslime nutzt und in seinen texten nicht unterscheidet, macht diesen mann zu einer gesellschaftlichen zumutung. durch brandstiftertum wird ein konflikt bekanntlich auch nicht gelöst. welche konzepte schlägt broder eigentlich vor? richtig: er hat ja keine.
    und das broder im geiste verwirrt zu sein scheint, zeigt auch seine einstellung zum rechtsstaat. oder würden sie folter befürworten? ist schon witzig gegen totalitäre systeme zu sein und gleichzeitig deren methoden zu befürworten.

    kurze anmerkung noch zum thema raf: eine damals durchgeführte umfrage (ich meine es war allensbach) hat ergeben, dass sich 20 prozent der deutschen bevölkerung mit den zielen der raf identifizieren können und diese deshalb auch unterstützt hätten.

  14. Tolgosch

    @Peter

    Weltweite Zahl der Muslime?

    Glauben sie das es weltweit nur 3.5 Millionen Muslime gibt oder zeigt diese Äußerung das sie nichtmals imstande waren den Artikel halbwegs anständig zu lesen?

  15. Peter

    Okay, ich habs begriffen. Okay, dann werde ich mein Schlußwort ihren “Argumenten” folgen lassen und es so formulieren:

    Es geht ihnen nicht um Muslime, Toleranz, Rechte, Linke, Öko oder Terroristen – es geht ihnen allein um ihre eigene Person und die von Broder. Wenn das ihr einziges, diskutables Problem ist, das alles andere in den Hintergrund stellt, dann versteh ich ihre sich immer wiederholende Klage: “Er hat mich nicht ausreden lassen!”.

    Nur, wenn er nicht weitergesprochen hätte, dann sässen wir noch heute im Tietz und dürften ihre Sprachlosigkeit auf die einfache Gegenfrage: Wie viele Muslime gibt es den weltweit? bewundern. Dazu wäre mir meine Zeit jedoch zu schade gewesen, am Freitag gab es einen wichtigeren Termin in Chemnitz.

    Ich wünsche mir, das Menschen, die mitdiskutieren möchten, sich vorher wenigsten das notwendige Faktenwissen über beide Seiten der Medaille aneignen und nicht im nachhinein nur über Personen wehklagen: “Er hat mich nicht ausreden lassen!”. Das Leben ist nunmal kein Ponyhof. Es ist ein Lernprozess, jammern hilft nicht und vielleicht haben wir das aus dieser Diskussion gelernt.

    Ich hoffe für sie.

  16. admin

    gut und sie haben nicht zugehört, weil mich der herr broder etwas ganz anderes gefragt hatte. leider entfernt sich ihre argumentation zu sehr vom eigentlichen thema. mein verweis auf den fakt, dass broder mich nicht ausreden ließ, sollt ihnen nur verdeutlichen, dass broder nicht einmal die grundregeln einer diskussion beherzigt.
    übrigens hat broder bewiesen, dass er keinerlei faktenwissen besitzt und die wenigen argumente, welche man hören konnten, basierten dazu noch meistens auf beispielen, welche entweder falsch oder nur zur hälfte erzählt wurden.

    wir können das ja einmal gerne an einem beispiel durchspielen. broder hat doch von dieser einen richterin erzählt, welche einer muslimin gesagt hat, sie könne ihren mann, welcher seine frau geschlagen hatte, erst nach einem jahr verlassen. woraus broder ein emotionalisiertes beispiel für den bösen muselmann und die bösen gutmenschen machte, hat einen einfachen hintergund, welche viele der anwesenden sicherlich nicht verstanden haben.(broder hat ihn gewiss auch absichtlich nicht erwähnt) wissen sie welchen?

  17. Peter

    Gut, und jetzt haben wir uns vom Thema entfernt. Ein Argument, das kommen musste. Gut, wenn sie es so wünschen, bleiben wir dabei.

    Eine Bitte, fangen sie, im eigenen Interesse, zukünftig keine Diskussionen ohne wirkliche und nachprüfbare Argumente an, ihr Diskussionsstil gleicht der Person, auf die sie schimpfen, nur das diese sich, im Gegensatz zu ihnen, vorbereitet hatte.Es reicht eben nicht mal ein bißchen zu studieren und ein bißchen zu diskutieren, machen sie es richtig oder lassen sie es. Zur Zeit ist zweitere Möglichkeit vorzuziehen! An ihrer Blamage im Tietz tragen nur sie selbst die Schuld! Da bringt das Schreiben eines solchen Artikels mehr Erkenntnisse über sie zu Tage, als über ihren “Gegner”. Im Stil gleichen sich ihr Artikel und Broders Antwort darauf, sie haben hier mehr gemeinsames, als trennendes. Gleiches gilt, in Sachen Polemik, auch für ihr Buch. Eines muss ich ihnen neidvoll zugestehen: mit der Titelwahl ihres Buches und des Blogs haben sie ein beachtliches Potential an Selbstironie und Selbstkritik gezeigt. Leider ist ihnen dieses wieder abhanden gekommen.

    Aber ich kann es ja auch verstehen, auf anderen die Schuld am eigenen Versagen zu geben, ist immer einfacher, als sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Die Selbsterkenntnis wird auch bei ihnen in den kommenden Jahren reifen, arbeiten sie an sich. Sie haben ja noch soviel Zeit.

  18. Don Bonati

    Hallo Herr Meyer,

    wie sagte Herr Ustinov so schön “Erfolg ist das Letzte, was einem verziehen wird”…
    Natürlich bedient sich Herr Broder gewisser “Werkzeuge” Ihres Genres, aber Sie müssen zugeben, er hat Ihnen gegenüber seine Hausaufgaben um einiges besser verstanden und diese auch erledigt. Nun noch meine ganz persönliche Meinung zu Ihrer Sichtweise: “Und wieder nichts dazugelernt” Sie werden sich an diese Diskussionen noch mit Magenkrämpfen erinnern.

    Ich bete darum, daß SIE die Lage richtig einschätzen.

    Ihre Gabriele Polit

  19. Don Bonati

    …. ich muß noch mal: Zu 11. Urteilt man heute über Hitlers Schergen und Mordbanden zu hart, weil es ja auch den einen oder anderen “Stauffenberg” gegeben hat.
    Wissen Sie Herr Meyer, wenn er Sie hätte ausreden lassen, dann wäre es bestimmt nicht dazu gekommen, das die ach so “gemäßigten Muslime” jedes mal, wenn in ihrem Namen eine menschenverachtende Tat begangen wird, diese auf das schärfste verurteilen. Und genau so lange, wie diese gemäßigten Muslime nicht jedesmal weltweit auf die Straße gehen, wenn Menschen, wie z.B. Salman Rushdi, Ayaan Hirsi Ali, Ibn Warraq, oder Geert Wilders und viele andere zum Tode verurteilt werden, oder man sie zur Hetzjagt ausschreibt, oder irgendwo im Namen des Heiligen Krieges unzählige Menschen Ihr Leben lassen, gehe ich davon aus, daß es sie nicht gibt. Welchen Grund hätte ich, das Gegenteil anzunehmen?! Immer nur dann wenn jemand dem Islam, zu recht, radikale und menschenverachtende Tendenzen vorwirft, dann steht der ganze Westen auf der Straße und beklagt die Arroganz der eigenen Leute. Ich habe ausreichend Erfahrungen machen dürfen, die den Wunsch nach gemäßigten Muslimen genährt haben. Konnte aber bis heute keinen von Ihnen ausmachen, dem es auch nur ein Wort in der Öffentlichkeit wert gewesen wäre, die menschenverachtenden Taten, seiner nicht so gemäßigten Glaubensbrüder, oder Schwestern in Frage zu stellen. Und so lange das nicht geschieht, besteht auch kein moralisch vertretbarer Anspruch auf “Toleranz” in jedem Sinne!

    Friedliebende Grüße und viel Spaß beim Analysieren meines Beitrags.

    Gabriele Polit

  20. Philo

    Irgendwie verstehe ich das hier nicht: Ein Rechtsextremer bejammert den angeblichen jüdischen Einfluss und bezichnet dann aber Juden als rechtsextrem???????????

    Sogar zwei Rechtsradikale auf einem Bild!

    http://www.henryk-broder.de/images/tn_gysi-und-broder.jpg

  21. admin

    @peter
    naja broders argumente sind schon allein deshalb nicht überprüfbar, weil er keine hatte.
    leider haben sie es versäumt, auf mein beispiel einzugehen. ich löse es dennoch für alle leser auf: die richterin hatte zu der klägerin nicht gesagt, sie müsse noch ein jahr bei ihrem mann bleiben, welcher sie mehrfach geschlagen hatte. “bleiben” bezieht sich in diesem zusammenhang auf das allseits bekannte trennungsjahr, welches einer scheidung vorangeht. natürlich ist es der frau gestattet (und dringend ratsam gewesen) bei ihrem mann auszuziehen, wenn dieser sie schlägt. derartige zusammenhänge sind für broder natürlich pures gift, denn der pöbel hätte ja sonst nicht so reagiert.
    was dieses urteil im übrigen mit den “bösen” muslimen zu tun hat, erschließt sich mir bis heute nicht. auch “deutsche männer” schlagen ihren frauen. es ist leider ein umstand, welcher sich durch alle gesellschaftlichen milieus zieht.

    ps: ich beende die diskussion zu diesem thema hiermit, da sie ja nicht willens sind, über die “fakten” eines herrn broders nachzudenken.

  22. peter

    @admin
    Gut gebrüllt, Löwchen!

  23. Al-Musaafir

    Ach naja, gut so. Ich hatte mich schon geärgert, nicht mehr reingekommen zu sein. Aber dann war die Lesung ja wie erwartet. Nur schade, daß ich nicht dazu gekommen bin, dem Broder meine in langer Recherche vorbereitete Frage zu stellen, wie viel denn 3 plus 3 sei. Ich rechne nicht damit, daß er sie beantworten kann :-) denn so ein überaus cleverer Journalist, Publizist, Hampelmann, Pausenclown, was auch immer, auf alle Fälle alter und verkalkter Mann wie er, dem recihen die beiden übergebliebenen Gehinrzellen nicht mehr aus, solche Fragen zu bantworten…

    Aber wenn es so war, wie hier beschrieben, dann hab ich ja nix verpaßt… zum Glück!!

  24. Al-Musaafir

    @ admin

    Daß der Broder nichts weiß und ausschließlich gequirlte Scheiße von sich geibt, ist ja nix neues…

  25. Gerd

    Broders brilliante Analysefähigkeiten und noch brillianteres Wissen über Gott und die Welt und die bösen, bösen Antisemiten und noch viel böseren Islamisten werden zum Beispiel hier:

    http://henryk-broder.com/hmb.php/blog/article/918/

    diskutiert. Aber jeglicher Versuch ist sowieso sinnlos, der versteht und/oder begreift sowieso nichts…

  26. Kennie

    “Ich habe nämlich nichts über bibeltreue Christen gesagt, sondern von radikalen Christen gesprochen”

    Selbst die radikalsten Christen fliegen keine Flugzeuge in Wolkenkratzer, sprengen keine Bomben inmitten von Menschenmengen in die Luft, sie steinigen keine Frauen, sie praktizieren weder Zwangsheirat noch Ehrenmord, sie pferchen ihre Töchter nicht in Ganzkörper-Müllsäcke ein und sie schneiden “Ungläubigen” nicht vor laufender Kamera die Kehle durch.

    Aber das sind nur Nebensächlichkeiten die sie in ihrer geistigen Onanie nicht stören sollen.

  27. admin

    hübsch wie sie hier broders stammtischgequake herunterrattern…
    ich finds ja fast witzig wie sie versuchen, den islam an sich für diese verbrechen verantwortlich zu machen.beschäftigen sie sich einmal mit den ursachen dieser taten und was das wirklich mit religion zu tun hat bzw. welche reaktionen es auch haufenweise aus der muslimischen welt dazu gibt

  28. Serebrjanik

    Admin, was schlagen die “deutsche Männer” ihren Frauen? Können Sie Ihre eigene Sprache? Oder muss ein Ausländer wie ich es Ihnen beibringen? Wie peinlich sich Deutsche Medien aufführen können – dafür sind Sie das beste Beispiel. Broder ist ein Jude – ja! Und die Juden sind schlau – ja! Allein die Tatsache, dass es ein unverhältnissmässig großer Teil von Nobelpreisträgern Juden sind belegt es. Kommen Sie mal zu einem Nobelpreis? Wohl kaum. Jemand, wie Broder könnte es durchaus schaffen – und das raubt Ihnen die selbstbeherrschung.
    Neid ist es und nichts anderes – derselbe Neid, der für Antisemitismus verantwortlich ist.

    Gehen Sie Brötchen backen – aber besser noch, wie es in dem Fil Indien heisst: “Gehen Sie scheißen”.

    P.S. Ja, ich bin auch ein Jude.

  29. admin

    Danke für den Hinweis in Sachen Grammatik. Zum Rest ihres Beitrages: Solche Ausführungen kommentiere ich grundsätzlich nicht, da sie sich Ursache und Wirkung beliebig konstruieren, nur um eine Aussage in ihren Sinne zu erreichen.

  30. Serebrjanik

    Es wäre gut, wenn Sie überhaupt nichts mehr kommentieren – sondern in sich gehen und sich ehrlich mit der Geschichte (auch Ihren eigenen) beschäftigen. Das, was ihr Deutschen versucht wiedergutzumachen, in dem ihr auf den Pfad der Toleranten und Allesduldenden geht – das ist nicht wiedergut zu machen. Auch nicht zu verfrängen und nicht zu vergessen. Nur, dass der Monster mit Namen Terror, Menschenverachtung und Faschismus sich heute aus dem Islam seinen Weg nach Außen sucht – das geht euch nicht in den Kopf.

  31. Meyers Weltreisen

    1. Was die Steinigung von Frauen oder Zwangsheirat bis Ehrenmord usw. mit stammtischgequake zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht wirklich. Mal den Film “The Stoning” gesehen??? http://www.stoning-themovie.com/index2.htm

    2. Der Koran / Die Religion der Muslime steht über der Familie, der Ehe oder dem Beruf.

    Wie erklären Sie sich, dass ein Vater seinen eigenen Sohn dazu anstiftet, seine Schwester umzubringen, weil Sie in Freiheit leben wollte?

  32. admin

    Antwort: Es muss ein ziemlich schrecklicher Vater sein, welcher dafür bestraft gehört
    Gegenfrage: Was halten sie von einem jungen Paar, welches absichtlich ihr Kinder verhungern lässt, nur weil sie Bock auf Party haben?

  33. kMfN

    Haßprediger sollten niemals toleriert werden- egal ob es Imame, Priester, Rabbiner oder Publizisten sind.

    Letztlich sind wir sowieso nur mehr oder weniger degenerierte Affen; da kann etwas Empathie und eine Kultur der Toleranz nicht schaden.

    “Gut(e)menschen” können wir also gar nicht genug haben, um Haß und Feindschaft zu überwinden.

  34. mike l

    Lieber Herr Meyer,
    ich gratuliere Ihnen zu Ihrer ausführlichen Behandlung der simplen Aussagen “Broder ist ein Scheisskerl” und “Broder hat mich nicht ausreden lassen” und “Broder ist nicht wissenschaftlich”.
    Offensichtlich haben Sie sich viel Mühe gegeben, allerdings kann ich so gar nichts signifikantes und noch weniger Substantiiertes bei Ihrem Geschwafel ausmachen.
    Witzig finde ich dabei Ihre Überschriften: Aneinanderreihung von Beispielen (also wie bei Ihnen) und Kritik unerwünscht (also auch wie bei Ihnen).
    Was Ihre genaue Position bei den hier behandelten Themen kann ich wohl aufgrund meiner Dummheit nicht wirklich ausmachen; ehrlich gesagt bin ich so beschränkt, dass ich nicht mal verstehe, was genau die Themen hier sind? Was als vordergründiger Eindruck herauskommt haben andere hier vor mir schon geschrieben: sie versuchen auf etwas plumpe Art jemanden verbal fertig zu machen, der – wie klein sein Lichtlein auch sein mag – in der Öffentlichkeit weitaus bekannter ist als Sie.
    Broders Meinungen sind wahrscheinlich als kontrovers einzuordnen; ich habe in mancher Hinsicht eine andere Meinung. Aber mir gehen Leute auf den Senkel, die bei anderen eine fehlende Gesprächskultur monieren wollen und dabei selber in ihrer Rhetorik in die untersten Schubladen greifen.
    Zu den Themen: Islamismus und linke Gutmenschen.
    1. Das linksradikale Propagandisten antisemitschen Positionen (wie die Leugnung des Holocaust, Auslöschung aller Juden, Nazivergleich der Juden, etc.) einnehmen ist eine hinlängliche Beobachtung. Es ist nicht so, dass jeder Israel-Kritiker ein Antisemit ist, sondern so, dass viele Antisemiten ihren Judenhass nun unter dem Deckmantel des Antizionismuses verstecken! Die schlimmsten darunter sind übrigens selber Juden!
    2. Die Beschäftigung mit dem Phänomen Islam und Ideologie steckt wissenschaftlich noch in den Kinderschuhen, und es ist eine kaum zu leugnende Tatsache, dass so einige Diktaturen und Gewaltverherrlichende Gruppierungen eine Umdeutung des Islams vornehmen, um ihre Handlungen nicht nur zu rechtfertigen, sondern diese auch noch an die Massen als Mittel eines abstrusen Klassen- (oder Glaubens- oder Kultur- oder ethnischen) Kampfes zu verkaufen.
    Aber diese Phänomene wissenschaftlich in den Griff zu kriegen ist einerseits (zumal zu diesem Zeitpunkt) unmöglich, andererseits auch eine törrichte Forderung. Es geht um politische Fragen, also um Normen und Pragmatismus, und nicht pseudologische Kausaltheorien.
    Mithin muss aber jede wissenschaftlich bemühte Diskussion Modelle verwenden, und diese sind per se immer geprägt durch Abgrenzung, Reduktion und Abstraktion. Also tun Sie nicht so, als gäbe es eine klare wissenschaftliche Wahrheit.

  35. admin

    by the way: ich hatte nie vor meine habilitation über diesen mann zu schreiben ;)

    es ist ein wunder zu sehen wie augenscheinliche “freunde” diese publizisten versuchen, broders gedankengängen einen hauch von wissenschaftlichkeit zu geben.
    wenn herr b. schon behauptungen aufstellen muss, dann doch bitte wahrheitsgemäß! ich könnte ihnen jedes beispiel, welches er bei der damaligen lesung in chemnitz ansprach, auseinandernehmen, da sie in keinem fall so geschehen waren.

    ps: ich maße mir nicht an die wissenschaftliche wahrheit zu kennen.

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