DwD-Online: Wider der Zensur

In eigener Sache. Immer wieder bekommen wir Hinweise von unseren Lesern, ihre Kommentare würden nicht auf unserer Webseite veröffentlicht. Die erste Regel in der DwD Online Redaktion lautet: Wir zensieren nicht. Denn wenn es nach uns ginge, könnten uns täglich hunderte von FDP Wählern, sofern es in der gesamten BRD überhaupt noch so viele gibt, ihre erbosten Kommentare schreiben, was wir denn hier für einen Mist verzapfen. Uns kommt es allein auf die Macht des Wortes und der Argumentation an. Beiträge unterliegen bei uns grundsätzlich keiner Zensur, wobei wir allerdings eine Ausnahme machen müssen: Statements, welche auf rassistischen bzw. menschenverachtenden Ressentiments beruhen, werden von uns nicht veröffentlicht. Wer also etwa in einem Beitrag den Holocaust leugnet oder Mitbürger aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung beleidigt, brauchen sich nicht zu wundern. Und um Fragen zum Prozedere aufzuklären, wie ein Kommentar veröffentlicht wird, lest einfach den folgenden Absatz.

Grundsätzlich hat bei uns jeder die Möglichkeit Kommentare zu hinterlassen. Wenn ein Leser davon zum ersten Mal Gebrauch macht, sollte er sich jedoch nicht wundern, wenn sein Statement nicht sofort veröffentlicht wird. Dies hat damit zu tun, dass wir den ersten Beitrag grundsätzlich erst freigeben müssen. Wenn der Beitrag gegen keinen der oben genannten Punkte verstößt, wird dieser freigegeben. Bitte wundert euch aber nicht, wenn die Freischaltung mal einen halben Tag dauert, weil wir nicht 24 Stunden rund um die Uhr im Netz unterwegs sind.
Einen Vorteil genießen Stammleser: Wurde von euch irgendwann ein Kommentar freigegeben, dann erscheinen alle eure weiteren Statements in der Regel sofort, d.h. wir moderieren sie nicht im Vorfeld. Damit geben wir Stammlesern für die Zukunft immer einen Vertrauensvorschuss, da wir bei diesen davon ausgehen, dass sie keine Regelverstöße begehen. Ihr müsst wissen: Sollten nach dem Gesetz strafbare Kommentare hier veröffentlicht werden, müssen auch wir dafür geradestehen. Soweit soll es aber nicht kommen.

Was ist also, wenn ein Kommentar von euch nicht erscheint? Dafür gibt es drei Möglichkeiten.
1. Es ist euer Erstkommentar und wir haben ihn bisher noch nicht freigeschalten.
2. Euer Kommentar verstößt gegen geltende Gesetze und Regelungen.
3. Die Kommentarfunktion ärgert uns mit einer ihrer Kinderkrankheiten. In diesem Fall bitten wir euch nicht gleich laut den Vorwurf der Zensur zu erheben, sondern uns einfach eine kurze Mail zu schicken.

Wir hoffen dieser kleine Leitfaden hilft euch, alle in Zukunft auftretenden Fragen zu beantworten. Wir betonen noch einmal: Wir zensieren keine Meinungsäußerungen, außer jene, die gegen Gesetze verstoßen. Letzteres allein schon deshalb, weil wir dazu verpflichtet sind!

Es grüßt
eure Redaktion

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http://www.wikio.de Von DwD Autor Redaktion
Dieser Artikel wurde am 24. Juli 2010 veröffentlicht und fällt unter die Kategorie In eigener Sache. Du kannst allen Kommentaren über diesen Text mit Hilfe des RSS 2.0 Feed folgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Webseite zu hinterlassen.

7 Responses to “DwD-Online: Wider der Zensur”

  1. Kantipperkantapper

    Leider kann ich Ihren Artikel nicht lesen, da mich bereits die Überschrift von Ihrer Halbbildung abschreckt. Wider den falschen Kasus, liebe Redaktion. Falls Sie es noch vor meinem Urlaub schaffen, die Überschrift in “Wider die Zensur” umzuformen, erkläre mich bereit, auch den Inhalt in gewohnt kritischer Weise zur Kenntnis und mir – Sie gestatten die kleine sexistische Einlage – zur Brust zu nehmen.

  2. admin

    omg….”wider der zensur” ist eine übliche formulierung mein werter herr kantipperkantapper.
    Bsp siehe hier: http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Wie-die-iranische-Opposition-im-Netz-die-Zensur-umgeht-id225209.html
    oder auch hier: http://medienblick-bonn.de/durchblick/weblogestan-%E2%80%93-keine-macht-den-repressionen

    oder um es mit anderen worten zu sagen: “wider die zensur” und “wider der zensur” sind beides korrekte formen ;)

  3. admin

    @ Kantkipperkantapper: Okay kleine Aufklärung in Sachen Kasus.
    Meine Überschrift “Wider der Zensur” ist richtig, denn es handelt sich um einen femininen Dativ. Die Frage lautet nämlich: Wem setze ich etwas entgegen? Antwort: Der Zensur.

  4. Wider den dummen Deutschen

    Liebe Redaktion,

    Sie irren sich. Und Ihre – wohl von 2 Admins eingestellten – Antworten tragen nur noch mehr zur Steigerung dessen bei, was ich etwas frech, aber aus Überzeugung “Halbbildung” nannte.

    Zitat von admin: “Meine Überschrift “Wider der Zensur” ist richtig, denn es handelt sich um einen femininen Dativ. Die Frage lautet nämlich: Wem setze ich etwas entgegen? Antwort: Der Zensur.”

    Ihr Deutschlehrer gehört strafversetzt oder besser entlassen. Ihre Überschrift (und Ihr Versuch, sich zu rechtfertigen) ist schon deshalb falsch, weil Sie glauben, die Präposition ‘wider’ verlange den Dativ. Sie verlangt jedoch den Akkusativ, und zwar NUR den. Was Sie mit der Umschreibung “wem setze ich etwas entgegen?” zeigen wollen, erschließt sich mir nicht. Sie können nicht einfach die Präposition ‘wider’ mit ‘entgegen’ ersetzen, nur weil Sie den Kasus für ‘wider’ nicht sicher kennen! (Schlamperei!) Hätten Sie mal an ‘gegen’ gedacht (lat. versus), dann hätte es geklappt! ;-)

    Die aufgeführten Links, mit denen Sie beweisen wollen, dass es sich um eine “übliche Formulierung” handele, beweisen aus meiner Sicht nur, dass viele Möchtegern-Journalisten eben häufig nicht mal mehr die Grammatik Ihrer eigenen Spache beherrschen. Tröstlich für Sie: Sie sind in Ihrer sprachlichen Inkompetenz nicht allein.

    Anbei, falls Sie noch immer zweifeln, ein paar Links:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4position

    http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/Wort/Praeposition/Kasus/Akkusativ.html?MenuId=Word730

    Und selbst der ansonsten eher dumme Herr Sick weiß es besser als Sie:

    http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,504868,00.html

    Ich erwarte von Ihnen jetzt zumindest eine Entschuldigung für das “omg”, meine Herren! Und bitte, respektieren Sie mein Geschlecht: Ich bin eine Frau!

    Mehr hirnlich als herzlich grüßend:

    Ihre geplagte Leserin

    Kantipperkantapper

  5. admin

    Für die Verwechslung ihres Geschlechts entschuldige ich mich sehr gerne. Dies war so nicht beabsichtigt.

    Allein bei der Frage nach “Wider der Zensur” vs. “Wider die Zensur” liegen sie falsch. Es geht beides, wobei heute “Wider die Zensur” üblicher ist. Allein ein Blick in das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm erweist sich hier als sehr hilfreich. Dass die neuere Literatur (z.B. Duden) sich für eine Variante entschieden hat und ein Herr Sick dies munter weiterverwurstet bedeutet noch längst nicht, dass etwas “richtig” oder “falsch” ist. Denn “richtig” und “falsch” gibt es in der Sprache in vielen Fällen nicht.

  6. Kantipperkantapper

    Danke für den Hinweis. Auch dieser widerlegt Sie. Ich habe mir jetzt den ganzen Artikel im Deutschen Wörterbuch durchgelesen. Das meiste ist ja Sprachgeschichte. Unter “Kasusgebrauch” wird aufgeführt, dass bereits im ” klassischen Mittelhochdeutsch” der Akkusativ überwiegt. Selbst Goethes später Gebrauch des Dativs wird schon “auf Mundart” zurückgeführt (also als abweichend gekennzeichnet). Sprachgeschichtlich scheint sich die Frage also recht früh geklärt zu haben. Ihr “Herauswinden” durch die Relativierung “neuerer Literatur” ist Unsinn: “Richtig” und “falsch” gibt es in vielen Fällen (z.B. Kasus!) schon, es sei denn, man pfeift wie Sie auf das, was man Standardsprache nennt. Letztere sollten Sie beherrschen, tun es aber nicht. Sie KENNEN die Regel nicht! Das wollen Sie aber nicht zugeben und kommen mir stattdessen mit dem DW (das Sie zu allem Übel auch noch widerlegt). Aus einer deutschen Redaktion (also einer echten, nicht der Blogosphäre – siehe Ihre Links oben -) würden Sie damit hochkant rausfliegen.

    Um es kurz zu machen: Ihr sportlicher Ehrgeiz ist alle Ehren wert, aber Sie kämpfen auf verlorenem Posten. KEIN deutsches Standardwerk zur Grammatik und auch KEIN deutsches Wörterbuch des Gegenwarts(!)deutschen wird Ihre Position stützen. Und mit sicherem Althochdeutsch werden Sie journalistisch wohl kaum punkten können.

    Über Ihre Seite ist zu erfahren, dass Sie Germanistik studieren. Kennen Sie die Grammatik von Elke Hentschel und Harald Weydt? Schlagen Sie mal Seite 281 (3. Auflage) auf:

    “Akkusativ-Rektion:

    Ausschließlich den Akkusativ regieren die Präpositionen ‘durch’, ‘für’, ‘gegen’, ‘ohne’, ‘um’, ‘wider: wider den tierischen Ernst’[...]”

    Ich bin auf Ihre Antwort gespannt. Aber bitte: Argumente und Belege, die Sie fachlich, weil Sie ja vom Fach sind, guten Gewissens vertreten können, aber keine Scharmützel in der Sprachgeschichte, über die Sie auch noch selbst stolpern!

  7. admin

    Okay dann eben etwas ausführlicher:
    “Wider” besitzt aus meiner Sicht zwei wesentliche Bedeutungen.
    1. Gegen: Ist heute die gängige Bedeutung. Diese verlangt den Akkusativ und bezeichnet eine Art Zustand. (Ich bin gegen xy)

    2. entgegen: Ist die eher selten verwendete Bedeutung und wir als Dativ verwendet. Diese wird mit Dativ verwendet und bezeichnet eher eine Art Vorgang. (einer sache entgegenstehen)

    Wie sie ja herausgefunden haben, überwiegt beim Kasus der Akkusativ. Dies bestreite ich auch nicht. Allerdings impliziert dies ja, dass auch andere Formen zulässig sind. Ob man das nun “Mundart” nennt oder nicht, ist ziemlich egal, weil nirgendwo festgelegt ist, was das Deutsche genau ist.

    by the way: Da fällt mir ihr Verweis auf Sick ein. Würde man dessen Argumentation für bare Münze nehmen, wären Goethes Texte ganz “schlechtes” Deutsch.

    Hentschel//Weydt ist mir ein Begriff.

    Um die Sache zu einem guten Ende zu bringen: Ich werde kommende Woche meinen Professor für Sprachwissenschaft fragen, was er zu der Sache sagt. Eine Kollegin von mir (studiert auch Germanistik) meinte heute, sie würde auch beide Formen für “richtig” erachten.

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